Musikalisches Tagebuch 5: April-Mai 2018. “Maria” in Oldenburg; “El gato montés” in Kaiserslautern; “Hans Heiling” in Essen; “Antikrist” in Mainz; “Pelléas et Mélisande” an der Staatsoper Berlin

27.4. Oldenburg – Oldenburgisches Staatstheater: Maria

Oldenburg
Oldenburgisches Staatstheater

Maria (mit Akzent über das erste „a“, also Mària) von Roma Statkowski wurde 1906 uraufgeführt und blieb in Polen lange Zeit ziemlich populär; sie ist aber heute nahezu vergessen worden. Ich bin daher dem Theater Oldenburg sehr dankbar für die seltene Möglichkeit, diese Oper szenisch zu erleben – und sogar bei ihrer deutschen Erstaufführung! Es ist nicht das erste Mal, dass dieses klein Theater sich so mutig bei der Wahl der Spielzeit-Premieren zeigt: Vor Jahren wurde hier z.B. die „zweite Uraufführung“ von Der Idiot von Weinberg in der integralen Fassung gespielt – ca. ein Jahr nach der echten Uraufführung in Mannheim. Hoffentlich wird also das Theater auch in den nächsten Saisonen diese Tradition fortsetzen!

Das gesagt, war das Erlebnis mit Maria insgesamt enttäuschend – auch wenn beide Musik und Bühne ihre Momente hatten. Mir ist eigentlich von dieser Aufführung kaum was im Kopf geblieben, nur der verworrene Eindruck, dass die Musik meistens „provisorisch“ klang, als wären viele Szenen entweder eine Einführung zu etwas Anderes oder einfach zu rasch vorbei. Wenn die Hauptszene zwischen Maria und Waclaw endlich kam, war sie vom Liebesmotiv dominiert, das schon in der Ouvertüre erklungen war – und das quasi mit Haut und Haar aus Tschaikowskis Romeo und Julia entnommen worden scheint! Bei vielen Kommentaren habe ich gefunden, dass das Thema starke Reminiszenzen an Wagners Tristan und Isolde zeige. Wie es auch sei, klingt diese Musik nicht so originell… Die Inszenierung hat auch nicht besonders geholfen. Die Idee, alles auf der patriarchalen Macht des Woiwoden zu fokussieren, war logisch; hatte aber auch Nachteile. Obwohl zentral für die Handlung und ständig auf der Bühne im ersten Teil der Oper, ist paradoxerweise der Woiwod musikalisch eher eine Nebenfigur – kann also kaum als Protagonist glaubwürdig werden. Das sieht so aus, als wäre Gurnemanz plötzlich der Protagonist von Parsifal oder der falsche Dimitri der Protagonist von Boris Godunov…Darüber hinaus, ihn als sozusagen Unterwelt-Boss darzustellen nimmt der Figur die sagenhafte Dimension, die doch für die Wirkung der Handlung notwendig wäre. Am Ende war alles zu kurzatmig…Wenigstens waren die Hauptrollen gut besetzt und hat das Orchester mit Leidenschaft gespielt!

IMG_1606
Oldenburgisches Staatstheater

Das Theater Oldenburg hat einen prächtigen Saal aber komischerweise kaum Platz für einen Foyer im alten Gebäude, so dass Foyer, Bar usw. sich alle im modernen Erweiterungsgebäude befinden. Die Stadt selbst ist ziemlich hübsch, mit vielen neoklassischen Gebäuden, eine Kirche überfüllt von Türmen und ein Schloss überlaufen von grotesken Figuren. Dazu drei hübsche Museen. Oldenburg ist sicher eines Besuches wert – auch wenn nicht unbedingt für die Regionalküche…

IMG_1695
Oldenburg

 

 

26.5. Kaiserslautern – Pfalztheater: El gato montés (Die Wildkatze)

IMG_2183
26.05.2018 – Pfalztheater Kaiserslautern – Penella: El gato montés (Premiere)

Nochmals eine deutsche Erstaufführung! Dieses Werk von Penella isg in Spanien ziemlich berühmt; das Pfalztheater Kaiserslautern (noch mutiger als das Theater Oldenburg bei der Programmierung seltener Titeln!) sorgte für die richtige Stimmung: spanische Weine, ein spanisches Menü, einige Gäste und Theaterleute echt spanisch gekleidet. Passend zum Stück und zur Stimmung, war die Inszenierung ziemlich kitschig und bunt, sogar mit Tänzern. Schade nur, dass der vollschlanke Tenor nicht wirklich in der Lage war, ein Pasodoble mitzutanzen – was die Wirkung seiner Todesszene ein bisschen beeinträchtigte… Das Problem liegt aber auch in diesem Fall im Werk selbst. Penellas El gato montés ist weder eine Zarzuela (Operette) noch eine echte Oper, sondern etwas dazwischen – eine tragische Oper mit leichten Melodien aber ohne eine feste Struktur, so dass am Ende Spannung und Steigerung völlig fehlen. Die Musik ist hübsch und meistens total spanisch – abgesehen von der Arie des Soprans, die wie aus einer Oper von Puccini entnommen tönt. Aber nach einer Weile klingt alles gleich, und vor allem im ersten Teil wird am Ende von der Langeweile übermannt… Das Werk wurde allerdings lebendig dirigiert und gut gesungen, und die gesamte Erfahrung hat doch Spaß gemacht.

IMG_2150
Ein Teil vom Kaiserpfalz in Kaiserslautern

Das Theater (das übrigens direkt an der Ruine vom Kaiserpfalz liegt) ist sehr gemütlich; bietet überall eine gute Akustik (obwohl leicht gedämpft im Rang) und eine unbehinderte Sicht der Bühne; das Saalprogramm war diesmal sogar gratis und gar nicht schlecht gemacht.

Abgesehen von Fußball, guten Weinen und einem wunderbaren japanischen Garten bietet Kaiserslautern kaum was – und ich war doch schon fünf Mal wegen Opern! Also, wieder, meine Komplimente zu diesem mutigen Opernhaus!

Kaisers-Fußball
Fußball in Kaiserslautern

 

 

27.5. Essen – Aalto-Musiktheater: Hans Heiling

IMG_2432
27-05-2018 Aalto-Musiktheater Essen – Marschner: Hans Heiling

Diese selten aufgeführte Oper von Marschner ist ein Hauptwerk! Kein Wunder, wenn nach der 1833 Uraufführung dieses Werkes in Berlin er als der bedeutendster Nachfolger von Weber gesehen wurde! Die Musik ist gut komponiert, wechselreich, spannend und phantasievoll instrumentiert; der häufige Wechsel zwischen Melodram und Gesang klingt unglaublich modern und die Handlung, trotz der Anhäufung von romantischen Topoi, ist klar und verständlich (anders als z.B. Euryanthe!). Das Libretto könnte als eine Summa romantischer Bilder gelten: die Interferenz des Geisterreich in die Menschenwelt; Wälder bei Nacht; Felsenkapellen; magische Bücher… es fehlen nur ein Schloss, ein Gewitter und das tobende Meer, und dann hätte man die vollständige Liste. Genau darin liegt aber sowohl der größte Reiz als auch die größte Schwierigkeit dieser Partitur. Wie sollte man heute so was auf die Bühne bringen? Die Inszenierung von Andreas Baesler im Aalto-Musiktheater Essen versuchte, die Geschichte in einem modernen Ruhrpanorama zu transponieren und zeigte auf dieser Weise Vorteile und Grenzen solch einer Unternehmung. Vorteile: Es wird eine Art Interaktion zwischen Bühne und Publikum erzeugt, so dass die Zuschauer sich in der Darstellung wiedererkennen können. Der Regisseur kann dazu in der Inszenierung witzige Beziehungen zur Welt der Zuschauer einschieben – wie z.B. im 2. Akt mit Bühnenbild des „großen Rosengarten“ (ein Teil des Grugaparks in Essen), der eine Heiterkeitswelle im Publikum ausgelöst hat. Oder auch mit der Kapelle auf der Bühne, die bei der Hochzeit zwischen Anna und Konrad im 3. Akt den Steigermarsch spielt. Von den Dialogen auf Ruhrdeutsch zu schweigen! Nachteile: Der Unterschied zwischen Hans Heiling und die anderen Menschen ist viel größer als ein Standunterschied zwischen Kapitalisten und Bergarbeitern. Heiling ist ein totaler Außenseiter, der nicht einfach reicher und mächtiger ist, sondern echt wie aus einer anderen Welt kommt und eine völlig andere, quasi unmenschliche Denkweise hat. Die Inszenierung hat im ersten Teil unter der Dämpfung dieses Unterschiedes gelitten, da die Kontraste zwischen den Figuren nicht deutlich genug waren. Dazu sollte der Regisseur am Ende an seiner Einstellung teilweise verzichten und Zauberszenen doch wieder einführen, wie bei der Erscheinung der Königin im 2. Akt – weil es mit dieser Partitur einfach nicht anders geht.

IMG_2421
Aalto-Musiktheater Essen

Musikalisch war die Aufführung völlig überzeugend. Alle Sänger waren einfach Top, und der mir schon aus den Chemnitzer Aufführungen von Der Schmied von Gent, Die Rose vom Liebesgarten und Die schweigsame Frau wohl bekannte und geschätzte Dirigent Frank Beermann hat mit Schwung, erstaunlicher Präzision und einer äußerst reicher Klangfarbentablette diese Partitur widergegeben. Man muss sich dazu mit Regisseur, Dirigent und Theater bedanken, dass für einmal Hans Heiling ungekürzt aufgeführt wurde!

IMG_2391
Essen

Das Aalto-Musiktheater in Essen ist in seinem organischen Nüchternheit ein der schönsten Theater, die ich in Deutschland besucht habe. Jedes kleinste Detail – Lichter, Möbeln, Farben, sogar die Kellner des Theatercafé – trägt bei, den Besucher sich „gehoben“ zu fühlen. Die Stadt Essen selbst, trotz Kriegs- und Nachkriegszerstörungen, besitzt ein bestimmtes Flair, das ein Spaziergang in Zentrum angenehm macht. Quasi angenehmer als in Berlin, würde sagen…

 

3.6. Mainz – Staatstheater: Antikrist

Und nochmals eine deutsche Erstaufführung! Und diesmal war ich sogar bei der Premiere!

20180603_194016(0)p
03.06.2018 Staatstheater Mainz – Langgaard: Antikrist (Premiere)

Langgaards Antikrist gehört zweifellos zur Kategorie der „unmöglichen Opern“. Nachdem eine erste, quasi normale Fassung 1923 vom Königlichen Theater abgelehnt wurde, bearbeitete Langgaard 1926-30 Stoff und Musik extrem. Die neue Fassung ist kaum noch eine „Oper“: Die Handlung und sogar der Protagonist der vorigen Handlung wurden behoben, und was bleibt ist eine Reihe von sieben symbolischer Bilder. Das wirkt quasi so, als würde Hindemiths Mathis der Maler nur aus dem Bild der Versuchungen bestehen (6. Bild der Oper) oder Pfitzners Die Rose vom Liebesgarten nur aus dem Prolog. Natürlich wurde auch die neue Fassung abgelehnt. Zeit seines Lebens konnte der Komponist nur die letzten drei Szenen seiner Oper einmal 1940 für das dänische Radio aufführen lassen. Mehr darüber auf dieser Rued-Langgaard-Webseite.

Das größte Problem bei einer szenischen Produktion dieses Werkes besteht also klar in der szenischen Umsetzung. Ich habe mich bei der ganzen Aufführung gefragt, was ich gemacht hätte, wäre ich der Regisseur gewesen. Was sollte man hier erzählen, da es weder eine Handlung noch eine Hauptfigur gibt? Ich hätte nur vier Möglichkeiten vor mir offen gesehen. Die einfachste wäre gewesen, die Oper genauso zu inszenieren, wie der Komponist sie sich im Libretto vorgestellt hat. Eine zweite wäre eine Umsetzung zur unseren Zeit gewesen. Langgaard fühlte seinerzeit schon, dass eine Art Apokalypse nah war. es wäre also eine Aktualisierung des Sujets mit Beziehungen zur unseren (nahen?) Apokalypse durchaus legitim gewesen. Eine dritte Möglichkeit hätte direkt aus der Partitur entstehen können. Alles dort lässt denken, dass der echte Protagonist der Oper der Zuschauer selbst sei. Man hätte also eine Art Full Immersion realisieren können, mit Chören und Figuren, die aus jeder Ecke des Theatersaals singen und sich durch den Zuschauerraum bewegen. Oder schließlich hätte man seine abstrakte und hauptsächlich getanzte Inszenierung realisieren können – so etwas wie bei der (phantastischen) Inszenierung von Glass‘ Satyagraha, die vor kurzem in der Komischen Oper Berlin zu sehen war (Sidi Larbi Cherakoui). Das wäre aber natürlich auch ziemlich teuer gewesen. Alles das konnte ich mir als geeignet für diese Oper vorstellen – nur eben nicht das, was ich sehen sollte. Der Regisseur (Anselm Dalferth) hatte gewählt, eher eine Handlung zu inszenieren – abstrakt und surreal, aber doch mit klassischen Beziehungen zwischen den Figuren auf der Bühne. Es war für sich genommen eine gute Regiearbeit, die aber leider der Partitur nicht gerecht wurde. Dass ich trotzdem an vielen Stellen Gänsehaut gekriegt habe, spricht für die Macht dieser Musik! Die Besetzung war ein Feuerwerk weiblicher Rollen mit einem gewissen Crescendo, so dass, Szene nach Szene, jede sukzessive Erscheinung die vorige übertraf – bis zur phantastischen Leistung  der „großen Hure“ von Vida Mikneviciute, echt der Hammer! Orchester und Dirigent (Hermann Bäumer) waren sehr überzeugend und konnten die ungewöhnliche Stimmung dieser teilweise seltsam instrumentierten Partitur ganz genau wiedergeben. Über die Musik werde ich genauer (hoffentlich) irgendwann in meinem lang ersehnten Opernzettel schreiben. Inzwischen gibt es hier ein Video der ganzen Oper – obwohl auch in diesem Fall nicht unbedingt so überzeugend inszeniert…

IMG_2932
Staatstheater Mainz

Der 2. Rang vom Theater Mainz ist ziemlich steil, aber Akustik und Sicht sind sehr gut, und dazu kann man im Sommer eine sehr schöne Aussicht über die Stadt aus der Theaterterrasse genießen.

20180603_171713
Mainz

Die Stadt selbst ist sehr anheimelnd – vor allem bei schönem Wetter, wenn fast überall eine Weinstube zur Erfrischung einlädt. Trotz Kriegszerstörungen und der Verfremdung einiger radikal modern wiedergebauten Stadtteile, bietet Mainz viele schöne, überraschende Ecke, die noch die Stimmung der alten Altstadt bewahren. Besonders von Mainz ist aber auch, dass man kaum 100 Meter gehen kann, ohne auf eine Kirche, einen Kirchenturm bzw. eine Kuppel zu stoßen. Der mächtige Turm des Doms dominiert die ganze Stadt, ein Zeichen der Macht der Fürstbischöfe. Schade, dass der Bischofspalais nicht mehr gibt…

 

10.6. Berlin – Staatsoper Unter der Linden: Pelléas et Mélisande

IMG_2945
10.06.2018 – Staatsoper Unter der Linden Berlin – Debussy: Pelléas et Mélisande

Es lohnte sich, die Wiederaufnahme der 1991 Inszenierung von Ruth Berghaus von Pelléas et Mélisande zu sehen, und nicht nur wegen der Inszenierung. Unter der Leitung von Daniel Barenboim klang die Musik von Debussy wie erneuert, weit entfernt von der gewöhnlichen, nebelhaften Stimmung. Alles war deutlich, auch die ständigen Übergänge in der Musik zwischen bestimmt und unbestimmt, und die Palette der verschiedenen Akzente war unglaublich breit, von der süßester Melodie bis zur härtesten Dissonanz. Dazwischen gab es sogar Platz für heitere bzw. fabelhafte Szenen, wie die Szene am Brunnen, die selten so leicht und lustig klang – was besonders merkwürdig ist, wenn man an die übliche Seriosität von Barenboim denkt! Er stellte auf dieser Weise die Partitur genau in der Mitte der musikalischen Welt um 1900: Die „Ausleihen“ aus Wagner waren klar wahrnehmbar, sowie die „häretische“ Behandlung vom Leitmotivmaterial, aber die Stimmung war teilweise die gleiche wie in und den späteren Fragmenten der Debussys unvollendeten Oper über Edgar Allan Poes Erzählung The Fall of the House of Usher. Schimmernde Klänge tauchten neben Archaismen und harten Dissonanzen auf, um eine Musik ertönen zu lassen, die „nicht von hier“ klang – und die doch überall enge Verbindungen mit der großen Tradition der französischen Musik zeigte. Meisterhaft. Schade nur, dass die französische Aussprache der Sänger nicht so präzis war – auch wenn die warmen Dankzeigen aller Sänger zum Souffleur beim Schlussapplaus gut verrieten, wieso so was passierte.

Die Inszenierung von Ruth Berghaus ist heute noch absolut sehenswert. Sie erinnert uns, was eine Inszenierung ist und immer sein sollte. Man bleibt völlig erstaunt vor den gelben Treppen (einfach genial) und dazu noch entzückt vor unzählige andere Einfälle, wie z.B. die Haare von Mélisande oder ihres Kind. Leider konnte aber die 1996 gestorbene Regisseurin nicht mehr dabei sein, um den Sängern die Natur ihren Figuren bzw. ihre Motivationen in Detail erklären zu können – und das merkte man. Die Bewegungen waren sicher wie in der alten Inszenierung; sie sahen aber oft mechanisch aus, fast ohne Seele. Rolando Villazón (Pelléas) hatte offensichtlich die Anweisungen der Inszenierung auf seinen eigenen Charakter angepasst und spielte grundsätzlich sich selbst – was teilweise lustig zu sehen war, aber mit der Inszenierung kaum etwas zu tun hatte. Er hat dazu die Rolle eher im Stil eines italienischen Tenors gesungen, was auch falsch ist. Dazu ist seine Stimme leider für diese Partie nicht mehr geeignet: Pelléas ist doch keine Rolle, die man auf die leichte Schulter nehmen kann. Michael Volle sang wunderschön die Rolle von Golaud; schien sich aber nicht besonders über den Sinn seiner Gebärde auf der Bühne zu kümmern. Marianne Crebassa war die einzige, die offensichtlich in den Charakter ihrer Figur in der Inszenierung eingetaucht hatte. Sie schaffte es so, eine äußerst lebendige und komplexe Mélisande sowohl szenisch als auch musikalisch darzustellen. Fabelhaft.

IMG_2948
10.06.2018 – Staatsoper Unter der Linden Berlin – Debussy: Pelléas et Mélisande