Musikalisches Tagebuch 5: April-Mai 2018. “Maria” in Oldenburg; “El gato montés” in Kaiserslautern; “Hans Heiling” in Essen; “Antikrist” in Mainz; “Pelléas et Mélisande” an der Staatsoper Berlin

27.4. Oldenburg – Oldenburgisches Staatstheater: Maria Maria (mit Akzent über das erste „a“, also Mària) von Roma Statkowski wurde 1906 uraufgeführt und blieb in Polen lange Zeit ziemlich populär; sie ist aber heute nahezu vergessen worden. Ich bin daher dem Theater Oldenburg sehr dankbar für die seltene Möglichkeit, diese Oper szenisch zu erleben – und… Continue reading Musikalisches Tagebuch 5: April-Mai 2018. “Maria” in Oldenburg; “El gato montés” in Kaiserslautern; “Hans Heiling” in Essen; “Antikrist” in Mainz; “Pelléas et Mélisande” an der Staatsoper Berlin

Musikalisches Tagebuch 3: St. Petersburg 6.-12- März

6. März – Prokofjew: Verlobung im Kloster – Mariinsky I Die Oper, mit der Prokofjew die Anklage von Formalismus verdiente, ist entzückend und nimmt die Stimmung und auch den Stil seiner 5. Symphonie vorweg. Man kann nicht verstehen, wie surreal das Finale wirkt, bis man es auf der Bühne sieht. Die eher traditionelle aber sehr intelligente… Continue reading Musikalisches Tagebuch 3: St. Petersburg 6.-12- März

Musikalisches Tagebuch 2: “Benzin” und “Mârouf le Savetier du Caire” (Februar 2018)

  4.02. Theater Bielefeld – Emil von Reznicek: Benzin Auch wenn Benzin von Reznicek (1929) eine absolute Rarität des Opernrepertoires ist, gibt es schon eine CD, so war mir die Musik wenigstens teilweise schon bekannt. Völlig unerwartet war es trotzdem, wie lustig  diese Nonsens-Oper auf der Bühne wirken kann. In diesem Fall könnte man mit… Continue reading Musikalisches Tagebuch 2: “Benzin” und “Mârouf le Savetier du Caire” (Februar 2018)

Musikalisches Tagebuch 1: Dima Slobodeniouk; “L’incoronazione di Poppea” (Februar 2018)

01.02.2018 – Philharmonie Berlin – Berliner Philharmoniker, Dima Slobodeniouk (Dir.), Baiba Skride (Violin) – Sibelius, Schostakowitsch, Prokofjew Beim ausverkauften Saal wurde ein tolles Programm mit ungewöhnlichen Stücken gespielt: die letzte, unterschätzte Tondichtung von Sibelius, Tapiola; das nicht so oft aufgeführte 2. Violinkonzert von Schostakowitsch und die äußerst seltene 2. Symphonie von Prokofjew. Es war sogar… Continue reading Musikalisches Tagebuch 1: Dima Slobodeniouk; “L’incoronazione di Poppea” (Februar 2018)

Tra sogno e realtà – “Il cerchio di gesso” di Zemlinsky all’Opera di Lione

Dopo la regia arrogante di Die Gezeichneten di Bieito a Berlino, incurante tanto del libretto quanto della musica dell’opera ma altresì incapace di sostenersi da sola e di rappresentare veramente qualcosa, la regia di Brunel di Der Kreidekreis a Lione è una boccata d’aria fresca. Finalmente un regista che rispetta appieno, ma non in maniera… Continue reading Tra sogno e realtà – “Il cerchio di gesso” di Zemlinsky all’Opera di Lione

Quando la regia violenta l’opera – “Die Gezeichneten” di Schreker con la regia di Bieito alla Komische Oper di Berlino

Si parlava giusto qualche settimana fa su questo blog della polemica suscitata dal rovesciamento del finale della Carmen andata in scena all’inizio di gennaio al Teatro Comunale di Firenze – ed ecco che un’operazione simile si ripete alla Komische Oper di Berlino, stavolta però con proporzioni inverse. Mentre a Firenze un regista non notissimo (Leo… Continue reading Quando la regia violenta l’opera – “Die Gezeichneten” di Schreker con la regia di Bieito alla Komische Oper di Berlino

Buh-Rufe für Bieito – “Die Gezeichneten” an der Komische Oper Berlin

Nicht alles war schlecht in der neuen Produktion der Gezeichneten der Komischen Oper Berlin (Premiere am 21. Januar). Die Sänger waren z. B. alle von sehr gut bis phänomenal. Wie erwartet hat Ausrine Stundyte alles gegeben, was eine Sängerin bei dieser Rolle geben könnte – sowohl stimmlich als auch szenisch. Nicht so leicht, die absolute… Continue reading Buh-Rufe für Bieito – “Die Gezeichneten” an der Komische Oper Berlin

Cartoline dal Giappone: l'”Iris” di Mascagni a Pisa

La nuova produzione della ahimè troppo di rado eseguita Iris di Mascagni andata in scena al Teatro verdi di Pisa il 13 gennaio 2018 mi ha offerto l’occasione di riflettere nuovamente su un’annosa questione: fino a quale punto la messa in scena incide sulla ricezione di un’opera e in che misura ne è effettivamente una… Continue reading Cartoline dal Giappone: l’”Iris” di Mascagni a Pisa

Wunder in der Wüste – Das Wunder der Heliane in Antwerpen (10.10.17)

Weniger ist manchmal mehr – und so kann selbst eine Oper mit einer so sinnlosen Dramaturgie wie Das Wunder der Heliane unglaublich stark wirken, wenn die Bühne vom allen Blendwerk befreit wird. Die Handlung der 1927 uraufgeführten Oper von Korngold gehört zu den absurdesten der Operngeschichte. Ein Fremder wird vom Herrscher eines Reiches eingekerkert, weil er von… Continue reading Wunder in der Wüste – Das Wunder der Heliane in Antwerpen (10.10.17)

Eine tolle Ausgrabung: Hans Gáls “Das Lied der Nacht” in Osnabrück – Una grande riscoperta: “Il canto della notte” di Hans Gál a Osnabrück

Seit 1999 habe ich viele Opernausgrabungen erlebt, aber bei Hans Gáls Das Lied der Nacht im Theater Osnabrück sollte ich mich zum ersten Mal wirklich fragen, wieso ein solches Werk bisher so vollständig in Vergessenheit geraten sein konnte. Unter der Kategorie „Ausgrabungen“ kann man sowohl Opern gruppieren, die trotz mehrmaligen Wiederaufnahmen in den letzten 30 Jahren… Continue reading Eine tolle Ausgrabung: Hans Gáls “Das Lied der Nacht” in Osnabrück – Una grande riscoperta: “Il canto della notte” di Hans Gál a Osnabrück